Montag, 17. November 2014

Sherlock Holmes


Heute will ich mir die Ausstellung über Sherlock Holmes im Museum of London ansehen.


The man who never lived and will never die

Auf dem Weg dahin, sehe ich mir die City an, genauer gesagt, die Verbindung zwischen der City of Westminster, wo Regierung und Königshaus untergebracht sind und der City of London, dem Finanzdestrikt, wo die Banken hocken. Die Verbindungsstraße dazwischen wird "The Strand" genannt. Davon einige Eindrücke.



The Strand verläuft parallel zur Themse. Ab und zu kann man sie sehen.


Das Somerset House. Hier ist auch das King's College, die Londoner Universität untergebracht und eine große Gemäldesammlung.


Im Innenhof des Somerset Houses kann man Schlittschuh laufen.



Selten sieht man noch solche "normalen" Häuser. Die Tendenz geht eindeutig nach oben.


St. Mary-le-Strand Church, kleine Kirche zwischen lauter großen, mächtigen Gebäuden




 Ich weiß nicht mehr, wie dieses Gebäude heißt, aber es hat mir gut gefallen. Könnte auch in Paris stehen, wenn die Busse nicht wären, oder?


Der Justitzpalast. Gegenüber befindet sich die "Tempel Church". Früher war das ein Riesengebäudekomplex der Tempelritter. Als diese aufgelöst und umgebracht worden waren, hat sich die Londoner Justizbehörde das Gelände einverleibt. Heute werden hier Juristen ausgebildet. Hinter den Mauern gibt es Gärten, es ist ruhig und beschaulich.


Hier liegen 9 große Ritter des Templerordens. Leider war die Kirche geschlossen.



So sehen die Marmorfiguren der Ritter aus. Die Tempelritter verstanden sich als Wächter der Pilger und Kreuzugteilnehmer, die nach Jerusalem reisten. Sie sind der Urtyp des mittelalterlichen Ritters.  Bild aus dem Netz.


Mitten in der Steinwüste diese Oase.




Zurück auf "The Strand". Jedes Gebäude hat seine ganz eigene Architektur.


Sieht teuer aus, ist teuer. Ich habe einen Burger gegessen, 15 Euro. Geschmeckt hat er nicht besonders.


Auch Banker müssen essen. Viele kleine Pubs, Imbisse und vornehme Restaurants.


St. Paul's Cathedral, Sitz der Londoner Diözese und Pfarrkirche des britischen Commenwealth. Ein Riesenteil, das aber Eintritt kostet.


Überall wird gebaut.


Kaum vorstellbar, dass es immer noch zuwenig Büroraum gibt. Das gibt doch irre logistische Probleme, die Menschen zu versorgen, die hier untergebracht werden. Und dann der Verkehr. Auf den Hauptstraßen ist doch jetzt schon Stau. Wenn jetzt noch tausende von Autofahrern dazu kommen, wo sollen die fahren, wo ist der Platz, um ihre Autos abzustellen?





Jetzt sind wir da, am anderen Ende von "The Strand" sitzt die Bank of England. Das Zentrum des Finanzdestrikts von London, das Herz des Kapitalismus.


 
Rund um die alterwürdige "Bank" ragen die Hochhäuser in den Himmel.




Glaspalast auf dem Weg zum "Museum of London"


Da wächst kein Gras mehr.


Das "Museum of London", eingerahmt von gewaltigen Gebäuden


Na endlich, was römisches. Mauerreste aus römischer Zeit.


Möchte man hier arbeiten? Eher nicht.


Im Museum. So hat London mal ausgesehen. 50 nach Christus als römisches Lager.





Die Kutsche, mit der der Londoner Bürgermeister einmal im Jahr vorfährt.


Es gab und gibt viele Sherlock Holmes Darsteller. Die Austellung zeigt sie. Ansonsten werden Filmausschnitte diverser Verfilumgen gezeigt, sowie Fotos und Gemälde vom alten London, also Anfang des 19 . Jahrhunderts. Einritt: 10 Pfund.


Seine wichtigsten Utensilien


Die berühmte Tür zu seiner Wohnung


Was tippen die bloß alles?
Der Platz ist eng. Da führt die Straße durch das Haus durch. Oder die Straße wurde überbaut.
Ich bin am Ende der Tour, erst durch The Strand, dann zum Museum von London, das etwas Stadtgeschichte zeigt anhand alter Fotos und Dokumente aus der Frühzeit und Steinzeit. Zum Schluß bummele ich noch etwas durch die bereits weihnachtlich geschmückte Oxfordstreet. Früher, in der guten, alten Zeit nannte man das Konsumterror.


Oxfordstreet, die Haupt-Einkaufsstraße.

Zu Hause angekommen, lese ich, dass ein Cyclist Superhighways, in London kurz CS genannt, genau da verlaufen soll, wo The Strand verläuft. Also exact die Strecke, die ich heute gelaufen bin.


Zwei CS, von Westminster zum Tower Hill = The Strand. Der andere CS von Nord nach Süd, vom Elephant zu Kings Cross, Oxfordstreet. Quelle: Financial Times vom 10.10.2014

Und so soll es dann mal aussehen:


Wird noch etwas daueren: Radschnellweg durch die Londoner Innenstadt. Aber der Druck wächst. Und zwar gerade auch von den großen Unternehmen in der City, wie man dem Artikel in der Financial Times entnehmen kann. Ich denke mal, dass viele dieser drahtigen, sportlichen Radfahrer hier arbeiten. Das sind ehrgeizige Angestellte mit wenig Zeit, denen es auch keinen Spaß macht, jeden Tag ihr Leben zu riskieren. Und sie sind durchsetzungsstark und haben etwas zu sagen. Natürlich fürchtet die Autolobby um ihre Vorrechte. Aber London wurde halt nicht für Geländewagen und Sportwagen gebaut, sondern für Fußgänger und Kutschen. Da sind das Rad, der ÖPNV und Taxis das angemessene Verkehrsmittel, nicht aber der MIV (Motorisierte Individual Verkehr).

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